Regina Allgaier geb. Gayer 1966 in Mühlacker geboren, in Illingen aufgewachsen, stand in jeder Station ihres Lebens im Kunstkontext.

 

Die ausgebildete Schreinerin wirkte auf Burg Streichenberg bei "Holzkunst Urholz" mit, arbeitete mit dem Stadttheater Heilbronn zusammen, bevor sie sich 1993 als Malerin der großflächigen künstlerischen Raumgestaltung widmete und in diesem Zusammenhang europaweit Aufträge im Atelier Allgaier realisierte, sowie diverse Buchprojekte verwirklichte.

 

Als freischaffende Künstlerin nahm Sie an verschiedenen Ausstellungen teil. Sie gab und gibt in ihrem Atelier Workshops zum freien künstlerischen Arbeiten und versteht sich als "Mutmacherin", als "Schönmacherin" im besten Sinne des Wortes.

 

" Kunst bedeutet für mich jene pure Freiheit, in der sich jeder finden und ganz Selbst sein kann".

Die Autodidaktin schöpft für ihre Kunst aus den zwei wichtigsten Quellen ihrer eigenen menschlichen Existenz: Einerseits der Fülle, der Üppigkeit und dem kaum Kontrollier-baren der puren Lebenskraft.

 

Die Künstlerin bändigt das Eruptive des reinen Seins in übergroßen Aquarellbildern, gießt es mit schnellen großflächigen Pinselstrichen in farbstrotzende, blumenartig verfließende Formen, die auf weißen Leinwänden erblühen und diese zum Vibrieren bringen. Die leuchtenden Farbspiele, deren optischer Reiz auch auf dem Wechsel zwischen Farbe, Weißraum und einkalkuliertem Zufall beruhen, lassen dem Betrachter die Möglichkeit, sich dem Bild immer wieder neu zu nähern, wobei die Inspiration durch die Pflanzenwelt zart angedeutet wird.

 

Momentan arbeitet Sie vorwiegend in Acryl, da die kurze Trockenzeit ihr ein schnelles und konzentriertes Arbeiten ermöglicht. Auch ihre "Maxime", arbeitet sie in Acryl aus: Mit diesen, den leuchtenden Farbformaten entgegengesetzt wirkenden Bildern, schlägt sie die Saite der Kontemplation, der inneren Einkehr und Bewusst-werdung im Geistigen an. Als Meisterin der Oberflächenillusion verbirgt sie auf meist quadratischen Leinwänden hinter metallisch kühl anmutenden Schichten Worte, Leitsprüche und Glaubenssätze, verwoben zu grafischen Mustern, die ihren Inhalt manchmal erst auf den zweiten Blick enthüllen. Hier verströmen helle, zarte Farbtöne Ruhe und lassen der typografischen Botschaft und dem Betrachter Raum, sich mit der Kraft der positiven Worte und Gedanken auseinanderzusetzen.

 

Regina Allgaiers Arbeiten reißen mit, wollen auffordern, sich der Lebensfreude hinzugeben und im Dualismus zwischen sich "ausleben" und "Kontemplation" den Weg zu sich selber zu finden.